S T A T U T E N

des Vereines

 

„International Weapons Association Austria –

 

Internationaler Feuerwaffenverein Österreich“

 

Fassung vom 11.1.2016

§ 1. Name, Sitz und Tätigkeitsbereich

(1) Der Verein führt den Namen „International Weapons Association Austria – Internationaler

 Feuerwaffenverein Österreich“; die abgekürzte Form lautet „IWAA“.

 

(2) Der Verein hat seinen Sitz in Wien und erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Österreich sowie die

 Europäische Union.

 

(3) Die Errichtung von Zweigvereinen in allen Bundesländern ist zulässig.

 

§ 2. Zweck

(1) Der Verein verfolgt eine nicht auf Gewinn gerichtete Tätigkeit und bezweckt:

 

1. Die Bündelung der Interessen und Kapazitäten der Österreichischen Schützen- und

 Feuerwaffenvereine als Dachverband.

 

2. Die Liberalisierung der österreichischen Waffengesetzgebung. Hierbei sollen waffenrechtliche

 Beschränkungen auf ein Mindestmaß herabgesetzt werden, sodass das Recht eines jeden

 unbescholtenen und mündigen Bürgers auf Besitz und Führen von Waffen bestmöglich

 gewährleistet werden kann.

 

3. Die Intervention auf internationaler Ebene zur Liberalisierung waffenrechtlicher Regelungen;

 insbesondere auf der Ebene der Europäischen Union.

 

4. Die Erläuterung praktischer Auswirkungen waffenrechtlicher Vorschriften in breiter

 Öffentlichkeit.

 

5. Die Interessenswahrung und -vertretung all jener Institutionen und Einzelpersonen, die von der

 Waffengesetzgebung bzw. von sonstiger einschlägiger Gesetzgebung.

 

6. Die Teilnahme an der inhaltlichen Prüfung sowie jener der Umsetzbarkeit waffenrechtlicher

 Gesetzes- und Verordnungsentwürfe.

 

7. Die Unterstützung und Förderung des rechtmäßigen Waffenbesitzes und der Verwendung von

 Waffen.

 

8. Die Publizierung von Schriften als auch die Förderung der Aus- und Weiterbildung – sowohl von

 Vereinsmitgliedern als auch anderer Personen – in waffenkundlichen und -rechtlichen Aspekten.

 

(2) Über die in Abs. 1 angeführten Vereinszwecke hinaus bekennt sich IWAA:

 

1. Zur Wahrung und Pflege des österreichischen Vaterlands- und Staatsgedankens.

 

2. Zur Pflege österreichischer Traditionen im Bereich des Jagd-, Schützen- und Militärwesens.

 

3. Zur umfassenden Landesverteidigung iSd Art 9a B-VG.

 

§ 3. Realisierung des Vereinszweckes

(1) Zur Realisierung des Vereinszwecks bedient sich der Verein:

 

1. Der Durchführung von Fachseminaren, Diskussionen, Vorträgen, Pressekonferenzen und

 Presseaussendungen.

 

2. Der Publikation von Printmedien, insbesondere eines Mitteilungsblattes, welches sowohl für

 Mitglieder als auch für Externe zugänglich ist, auch unter Einsatz elektronischer Medien.

 

3. Eines Vereinsbüros mit entsprechender Fachbibliothek.

 

4. Der Interaktion mit anderen Vereinen und Verbänden, sowie auch mit den Gesetzgebungsorganen

 auf Bundes- und Landesebene, deren Behörden und Dienststellen und vergleichbaren in- als auch

 ausländischen Institutionen unter Wahrung parteipolitischer und konfessioneller Neutralität.

 

5. Der Rechtsberatung der Mitglieder.

 

(2) Als ideelle Mittel zur Erreichung des Vereinszwecks dienen

 

a) Schaffung der Voraussetzungen für sportliches Training und Wettkämpfe;

 

b) Durchführung von Wettkämpfen, Meisterschaften und sonstige Veranstaltungen unter

 

Berücksichtigung entsprechender Leistungskriterien sowie touristische Veranstaltungen.

 

(3) Die erforderliche Finanzierung des Vereines erfolgt durch:

 

1. Mitgliedsbeiträge und Beitrittsgebühren.

 

2. Sammlungen, Spenden und Vermächtnisse sowie sonstige Zuwendungen.

 

3. Einnahmen aus Veranstaltungen und dem Vertrieb von Publikationen, aus Annoncenschaltung im

 Mitteilungsblatt, vereinstypischen Unternehmungen.

 

§ 4. Arten der Mitgliedschaft

(1) Ordentliche Mitglieder. Sie beteiligen sich voll an der Vereinsarbeit.

 Ordentliche Mitglieder können sein:

 

Unternehmen, Verbände, Vereine und andere juristische Personen, welche die Mitgliedsbeiträge für

 juristische Personen entrichten.

 

§ 5. Erwerb der Mitgliedschaft

(1) Mitglieder des Vereines können alle juristischen Personen werden.

 

(2) Über die Aufnahme von ordentlichen Mitgliedern entscheidet der Vorstand

 endgültig. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden.

 

(3) Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Antrag des Vorstandes durch die Generalversammlung.

 

§ 6. Beendigung der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft erlischt durch Verlust der Rechtspersönlichkeit, durch Austritt, durch Streichung

 oder durch Ausschluss.

 

(2) Der Austritt kann zu jedem Monatsletzten erfolgen. Er muss dem Vorstand

 mindestens drei Monate vorher mitgeteilt werden. Erfolgt die Anzeige verspätet, so ist sie erst zum

 nächsten Austrittstermin wirksam. Erfolgte Beitragsleistungen werden nicht rückerstattet.

 

(3) Die Streichung eines Mitgliedes kann der Vorstand vornehmen, wenn dieses trotz zweimaliger

 Mahnung länger als drei Monate mit der Zahlung der Mitgliedsbeiträge im Rückstand ist. Die

 Verpflichtung zur Zahlung der fällig gewordenen Mitgliedsbeiträge bleibt hiervon unberührt.

 

(4) Der Ausschluss eines Mitgliedes aus dem Verein kann vom Vorstand wegen grober Verletzung der

 Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden. Gegen den Ausschluss ist die

 Berufung an die Generalversammlung binnen 14 Tagen zulässig, bis zu deren Entscheidung die

 Mitgliedsrechte ruhen.

 

§ 6a. Aussetzung der Mitgliedschaft

(1) Der Vorstand kann die Mitgliedschaft aussetzen, wenn ihm bekannt wird, dass gegen ein Mitglied ein

 gerichtliches Strafverfahren anhängig ist, das geeignet ist, das Ansehen der IWAA zu schädigen.

 

(2) Delikte im Sinne des Absatzes 1 sind insbesondere Straftaten, die nach § 8 Abs. 3 Waffengesetz 1996

 für die waffenrechtliche Verlässlichkeit maßgeblich sind.

 

(3) Die Aussetzung kann sich auch nur auf einzelne Funktionen und Rechte erstrecken. Sie bleibt aufrecht

 bis zur Aufhebung durch den Vorstand oder den Abschluss des gerichtlichen Strafverfahrens.

 

§ 7. Rechte und Pflichten der Mitglieder

(1) Die Mitglieder sind berechtigt, verteten durch ihre Organe an allen Veranstaltungen des Vereines

 teilzunehmen und die Einrichtungen und Leistungen des Vereines zu beanspruchen. Das Stimmrecht in der

 Generalversammlung sowie das aktive und passive Wahlrecht steht nur den ordentlichen und

 Ehrenmitgliedern zu.

 

(2) Alle Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereines nach Kräften zu fördern und alles zu

 Unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereines Schaden erleiden könnte. Sie haben die

 Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane zu beachten. Die ordentlichen und außerordentlichen

 Mitglieder sind zur pünktlichen Zahlung der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge in der von der

 Generalversammlung beschlossenen Höhe verpflichtet.

 

§ 8. Vereinsorgane

Organe des Vereines iSd VerG 2002 sind die Generalversammlung (§§ 9 und 10), der Vorstand (§§ 11 bis

 13), die Rechnungsprüfer (§ 14) und das Schiedsgericht (§ 15).

 

§ 9. Die Generalversammlung

(1) Die Generalversammlung ist die Mitgliederversammlung im Sinne des VerG.

 

(1a) Die ordentliche Generalversammlung findet alljährlich innerhalb von sechs Monaten nach Beginn des

 Kalenderjahres statt.

 

(2) Eine außerordentliche Generalversammlung hat auf Beschluss des Vorstandes, einer ordentlichen

 Generalversammlung oder auf schriftlichen begründeten Antrag von mindestens 1/10 (einem Zehntel bzw.

 10%) der Mitglieder oder auf Verlangen der Rechnungsprüfer, jeweils binnen vier Wochen stattzufinden.

 Beruft der Vorstand die Generalversammlung innerhalb dieser Frist nicht ein, so gehen das Recht und die

 Pflicht hierzu auf die Rechnungsprüfer über.

 

(3) Zu den Generalversammlungen sind alle Mitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin durch

 den Vorstand unter Angabe der Tagesordnung schriftlich einzuladen.

 

(4) Anträge zur Generalversammlung sind mindestens acht Tage vor dem Termin der Generalversammlung

 beim Vorstand schriftlich einzureichen.

 

(5) Bei der Generalversammlung sind alle Mitglieder teilnahmeberechtigt.

 Stimmberechtigt sind nur die ordentlichen Mitglieder.

 Juristische Personen werden durch einen Bevollmächtigten vertreten.

 Jedes Mitglied hat eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied ist mittels

 schriftlicher Vollmacht zulässig. Jedes Mitglied darf höchstens zwei Stimmrechte ausüben.

 

(6) Die Generalversammlung ist entweder bei Anwesenheit der Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder

 bzw. ihrer Vertreter oder aber bei Anwesenheit des Präsidenten (oder des Vizepräsidenten), zweier weiterer

 Vorstandsmitglieder und mindestens 20 weiterer Mitglieder beschlussfähig.

 Mitglieder, die mittels Stimmrechtsvollmacht (Abs 5) mehrere Stimmrechte ausüben, zählen für dieses

 letztere Anwesenheitserfordernis nur einfach.

 Ist die Generalversammlung zur festgesetzten Stunde nicht beschlussfähig, so findet sie dreißig Minuten

 später mit derselben Tagesordnung statt und ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der Anwesenden

 beschlussfähig.

 

(7) Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der Präsident, bei dessen Verhinderung der

 Vizepräsident. Wenn auch dieser verhindert ist, so führt der Generalsekretär, bei dessen Verhinderung das

 an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

 

(8) Gültige Beschlüsse - ausgenommen solche über einen Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen

 Generalversammlung - können nur zur Tagesordnung gefasst werden. Rechtzeitig gem. Abs. 4 eingebrachte

 Anträge sind hierbei unter „Allfälliges“ zu behandeln.

 

(9) Die Wahlen und die Beschlussfassungen in der Generalversammlung erfolgen in der Regel mit

 einfacher Stimmenmehrheit. Beschlüsse zur Änderung der Vereinsstatuten bedürfen jedoch einer Mehrheit

 von zwei Dritteln der abgegebenen Stimmen. Die Auflösung bedarf einer Mehrheit von drei Vierteln bei

 Anwesenheit der Hälfte aller stimmberechtigten Mitglieder. Die Regel der Stimmrechtsübertragung gemäß

 §9 Abs. 3 bleibt auch in diesen beiden Fällen unbeschadet anwendbar.

 

§ 10. Aufgabenkreis der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:

 

1. Die Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichtes und des

 Rechnungsabschlusses.

 

2. Die Beschlussfassung über den Voranschlag.

 

3. Die Bestellung und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes und der

 Rechnungsprüfer.

 

4. Die Festsetzung der Höhe der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge

 für ordentliche und für außerordentliche Mitglieder.

 

5. Die Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft.

 

6. Die Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige

 Auflösung des Vereines.

 

7. Die Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung

 stehende Fragen.

 

§ 11. Der Vorstand

(1) Der Vorstand wird von der Generalversammlung gewählt. Er besteht aus vier Mitgliedern und zwar

 dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten, dem Schriftführer und dem Kassier. Die Vorstandsmitglieder üben

 ihre Tätigkeit - abgesehen von allfälligem Spesenersatz - ehrenamtlich aus. Die Vorstandsmitglieder sind

 jeweils aus den Organen der Mitglieder zu wählen. Im Falle der Verhinderung tritt an die Stelle des

 Präsidenten der Vizepräsident. Schriftführer und Kassierer vertreten einander wechselseitig.

 

(2) Die Funktionsdauer des Vorstandes beträgt drei Jahre. Auf jeden Fall währt sie bis zur Wahl eines

 neuen Vorstandes. Die Wiederwahl ist möglich, ebenso sind ausgeschiedene Vorstandsmitglieder wieder

 wählbar.

 

(3) Der Vorstand hat bei Ausscheiden eines gewählten Mitgliedes das Recht, an seiner Stelle ein anderes

 ordentliches Mitglied zu kooptieren.

 Hierzu ist die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen.

 

(4) Die Generalversammlung kann jederzeit den gesamten Vorstand oder einzelne seiner Mitglieder mit

 sofortiger Wirkung entheben.

 

(5) Die Vorstandsmitglieder können jederzeit schriftlich ihren Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung

 ist an den Vorstand im Falle des Rücktrittes des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung zu

 richten. Der Rücktritt wird erst mit Wahl bzw. Kooptierung (Abs. 2) eines Nachfolgers wirksam.

 

(6) Der Vorstand wird vom Präsidenten schriftlich oder mündlich einberufen. Bei dessen Verhinderung gilt

 die in § 9 Abs. 9 genannte Vertretungsregelung sinngemäß.

 

(7) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seiner Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die

 Hälfte von ihnen anwesend ist.

 

(8) Den Vorsitz führt der Präsident, bei seiner Verhinderung gilt die in § 9 Abs. 7 genannte

 Vertretungsregelung sinngemäß.

 

(9) Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit; bei Stimmengleichheit entscheidet

 die Stimme des Vorsitzenden.

 

§ 12. Aufgabenkreis des Vorstandes

Dem Vorstand obliegt die Leitung des Vereines. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die

 Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind. In seinem Wirkungsbereich fallen insbesondere

 folgende Angelegenheiten:

 

1. Die Erstellung des Jahresvoranschlages, sowie Abfassung des

 Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses.

 

2. Die Vorbereitung der Generalversammlung.

 

3. Die Einberufung der ordentlichen und der außerordentlichen Generalversammlungen.

 

4. Die Information der Mitglieder über Tätigkeit und finanzielle Gebarung des Vereins in den

 Generalversammlungen.

 

5. Die Verwaltung des Vereinsvermögens.

 

6. Die Aufnahme, Ausschluss und Streichung von Vereinsmitgliedern.

 

7. Die Aussetzung der Mitgliedschaft.

 

8. Die Aufnahme und Kündigung von Angestellten des Vereines.

 

9. Zusammenarbeit mit den bei der Wirtschaftsammer Österreich eingerichteten

 Arbeitsgemeinschaften „Waffen und Munition“ und „Wehrwirtschaft“.

 

§ 13. Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

(1) Der Präsident ist das höchste Leitungsorgan. Ihm obliegt die Vertretung des Vereines gegenüber

 Behörden und dritten Personen. Er führt den Vorsitz in der Generalversammlung und im Vorstand. Bei

 Gefahr im Verzug ist er berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der

 Generalversammlung oder des Vorstandes fallen, unter eigener Verantwortung Anordnungen zu treffen;

 diese bedürfen jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.

 

(2) Der Schriftführer hat den Präsidenten und den Generalsekretär bei der Führung der Vereinsgeschäfte zu

 unterstützen. Ihm obliegt die Führung der Protokolle der Generalversammlung und des Vorstandes.

 

(3) Der Kassier ist für die ordnungsgemäße Finanzgebarung des Vereines verantwortlich.

 

(4) Im Falle der Verhinderung tritt an die Stelle des Präsidenten der Vizepräsident. Schriftführer und

 Kassierer vertreten einander wechselseitig.

 

§ 14. Die Rechnungsprüfer

(1) Die zwei Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung auf die Dauer von drei Jahren

 gewählt. Sie üben ihre Tätigkeit - abgesehen von allfälligem Spesenersatz - ehrenamtlich aus.

 

(2) Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle und die Überprüfung des

 Rechnungsabschlusses. Sie haben der Generalversammlung über das Ergebnis der Überprüfung zu

 berichten.

 

(3) Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen des § 11 Abs. 2, 4 und 5 sinngemäß.

 

§ 15. Das Schiedsgericht

(1) In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entscheidet das Schiedsgericht. Die

 Schiedsrichter üben ihre Tätigkeit - abgesehen von allfälligem Spesenersatz - ehrenamtlich aus.

 

(2) Das Schiedsgericht setzt sich aus fünf ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart

 gebildet, dass jeder Streitteil innerhalb von vierzehn Tagen dem Vorstand zwei Mitglieder als

 Schiedsrichter namhaft macht. Diese wählen mit Stimmenmehrheit ein weiteres Mitglied als Vorsitzenden des

 Schiedsgerichtes. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen das Los. Nennt der Kläger

 keine Schiedsrichter, so gilt die Streitsache als erledigt.

 Nennt der Beklagte keine Schiedsrichter, so gilt der Streitpunkt unwiderlegbar als anerkannt.

 

(3) Das Schiedsgericht fällt seine Entscheidungen bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher

 Stimmenmehrheit. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig. Es ist eine

 „Schlichtungseinrichtung“ im Sinne des Vereinsgesetzes 2002 und kein Schiedsgericht nach den §§ 577 ff ZPO.

 

§ 15a. Nichtigkeit und Anfechtbarkeit von Vereinsbeschlüssen

Beschlüsse von Vereinsorganen sind nichtig, wenn dies Inhalt und Zweck eines verletzten Gesetzes oder

 die guten Sitten gebieten. Andere gesetz- oder statutenwidrige Beschlüsse bleiben gültig, sofern sie nicht

 binnen eines Jahres ab Beschlussfassung gerichtlich angefochten werden. Jedes von einem

 Vereinsbeschluss betroffene Vereinsmitglied ist zur Anfechtung berechtigt.

 

§ 16. Auflösung des Vereines

(1) Die freiwillige Auflösung des Vereines kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen

 außerordentlichen Generalversammlung und nur mit Zweidrittelmehrheit der abgegebenen gültigen

 Stimmen beschlossen werden.

 

(2) Die für die Auflösung allfälligen notwendigen Urkunden hat der letzte im Amte befindliche Präsident

 zusammen mit dem Vorstand zu unterfertigen. Die Auflösung ist der Vereinsbehörde gem. § 28 Abs. 2

 VerG oder einer an deren Stelle tretenden Bestimmung binnen 4 Wochen nach der Auflösung mitzuteilen.

 

(3) Das im Falle der Auflösung vorhandene Vereinsvermögen darf in keiner wie auch immer gearteten

 Form den Vereinsmitgliedern zugute kommen, sondern ist zur Gänze für gemeinnützige Zwecke im

 Sinne der §§ 34 ff BAO zu verwenden.